
Ewig jung
Ein Songdrama von Erik Gedeon
Das Theater Ulm in einigen Jahrzehnten: Der Vorhang hebt sich nicht mehr, stattdessen dient das Gebäude am Herbert-von-Karajan-Platz als Altersresidenz für das betagte Ensemble. Die Knochen sind morsch, die falschen Gebisse rutschen, doch das kann die angegrauten Mimen nicht daran hindern, abends auf der Bühne die ›guten alten Zeiten‹ wiederaufleben zu lassen. Aus voller Kehle singen sie die Hits aus der Blüte ihres Lebens, rezitieren inbrünstig Shakespeare, träumen sich in ›Sex, Drugs and Rock’n’Roll‹ zurück und tragen lustvoll eitle Mätzchen aus. Einzig Pflegeschwester Emma stört: Ständig verdirbt sie mit ihren Liedern über Siechtum und Krankheit die Stimmung …
»Ewig jung« ist ein riesiger Spaß und sorgt als einer der größten Komödienerfolge der Gegenwart landauf, landab für Lachsalven. Am Thalia Theater Hamburg, dem Ort der Uraufführung, ist das Songdrama seit 25 Jahren ein Dauerbrenner. Erik Gedeon hat dieses Genre eigens kreiert: Ein Stück, dessen Handlung hauptsächlich durch Lieder und Songs getragen wird. Erleben Sie das Ulmer Ensemble um Jahrzehnte gealtert. Ohrwürmer wie »Born To Be Wild«, »I Love Rock’n’Roll« und »I Will Survive« sorgen für ein musikalisches Feuerwerk der guten Laune, das schon im nächsten Augenblick umschlägt in ein zartes Spiel über Theater, Leben, Älterwerden und das Verrinnen der Jahre, mit Power-Balladen wie »All By Myself«. »Forever Young«, »Ewig jung«, drehen diese lebenslustigen Künstler nochmal richtig auf!
Premiere
Freitag, 19. Juni 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Öffentliche Bühnenprobe
Samstag, 6. Juni 2026, 9.45 Uhr, Treffpunkt Bühnenpforte
Matinée
Sonntag, 7. Juni 2026, 11.00 Uhr, Foyer
Publikumsgespräch nach der Vorstellung am 26. Juni 2026
Mit Stephan Clemens, Giordana Rubria Fiori, Markus Hotgenroth, Christel Mayr, Gunther Nickles, Anne Simmering, Emma Lotta Wegner
Altersfreigabe [10+]
Spieldauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Hamburg
Team
Besetzung
Media
Pressestimmen
„›Sex bomb, sex bomb‹, stimmt Herr Hottgenroth an. Und dann ist im Generationentreff die Hölle los. Herr Clemens strippt auf dem Ananas-Sessel, auch die so verhuscht tänzelnde Frau Mayr und Frau Simmering, die grimmigstoisch auf ihrem Thron kauert, sind nicht mehr zu halten. Die Alten rocken, bis das Gebiss wackelt und der Sauerstoff knapp wird."
Jürgen Kanold // Südwest Presse
„Anrührend die Szene, wenn sie ihre Shakespeare-Rollen rezitieren. Aber was heißt waren: Auf der Ulmer Bühne spielen die wahren ewig Jungen ganz aktuell starkes Theater."
Jürgen Kanold // Südwestpresse
„›Forever young‹, ›I love Rock’n’ Roll‹, ›All by myself‹ – die Hits kommen Schlag auf Schlag, sie sind toll gesungen, vor allem von Stephan Clemens, mit dem das Theater seinen wohl musikalischsten Schauspieler verliert, von Anne Simmering und Christel Mayr. Ganz nebenbei zeigt die Inszenierung auch Beobachtungen dessen, was in Pflegeheimen an Emotionen zu erleben ist: Schweigen, eine gewisse Bosheit untereinander, körperliche Bedürfnisse, Momente der Empathie auch und des Trotzes."
Dagmar Hub // Neu-Ulmer Zeitung